Ausmisten- 6 Fragen, die dir dabei helfen

Wir müssen ausmisten-aber richtig!

Wir haben ja nicht nur unsere Wohnung, die wir ausmisten müssen, sondern auch unser Tattoostudio von 75m‘ und unseren gepachteten Schrebergarten. Ich habe schon immer versucht Ordnung in unseren Kram zu bringen und die Übersicht zu behalten. Aber jetzt, wo wir ein Leben im Wohnmobil planen, merke ich, dass ich immer noch viel zu viel Zeug habe.
Mit jedem Tag wird das Loslassen leichter. Gestern wollte ich einen gewissen Schrank noch behalten, heute frage ich mich wozu. Jedes Teil, dass wir verkaufen macht mich leichter. Ich muss es nicht lagern, nicht pflegen oder putzen oder sonst was-die Verpflichtungen fallen einfach von mir ab und mir fehlt nichts.

Welche 6 grundsätzlichen Fragen du dir beim Ausmisten stellen solltest:

-wusste ich überhaupt noch, dass ich dieses Ding besitze?
-habe ich es wirklich vermisst oder einen Gedanken daran verschwendet?
-habe ich es innerhalb des letzten Jahres benutzt?
-wenn ich ein ganzes Jahr fort wäre, will ich es noch haben, wenn ich zurück komme?
-werde ich es in Zukunft wirklich brauchen und müsste es dann erneut kaufen?
-bedeutet es mir etwas oder ist es ersetzbar?

 

Kleidung ist ein ganz großes Thema beim Ausmisten, denke ich. Ich habe mich auf schwarz, grau und türkis begrenzt. Andere Farbtöne sind so dunkel, dass ich sie mit der schwarzen Wäsche zusammen waschen kann. Jeans vertragen sich gut mit den Türkistönen. Suche Kleidungsstücke heraus, die sich gut kombinieren lassen und nicht 4 verschiedene Waschgänge benötigen, sondern zusammen gewaschen werden können. Ich habe von meinem 40 T-Shirts-Stapel eh nur die oberen 10 getragen. Manche Sachen habe ich nochmal angezogen und habe mir darin eh nicht mehr gefallen. Stelle dir bei jedem Teil, bei dem du dir unsicher bist, die sechs grundsätzlichen Fragen.

Schuhe gehören zur Kleidung dazu, keine Frage. Wenn du dich auf gewisse Farben reduziert hast, können wahrscheinlich schon einige Schuhe weg. Andere sind vielleicht auch unbequem, weil sie zu eng sind oder irgendwo reiben und deswegen ziehst du sie ungern oder gar nicht an.
Ich habe ein paar kuschelwarme Winterstiefel, wasserdichte Wanderschuhe, 2 Paar Sneaker, Laufschuhe und 2 Paar Flipflops. Nicht zu vergessen sind meine BösesMädchenRockerboots.
Bei Schuhen setzte ich auf Qualität, damit sie lange halten.

Bücher hat ja jeder irgendwo rumfliegen, sei es in der Küche, im Arbeitszimmer, Wohn- oder Schlafzimmer. Hast du in einem Kochbuch vielleicht nur einige wenige Rezepte, die du wirklich gut findest? Fotografiere sie ab, oder scanne sie ein, dann kann das Buch weg. Wirst du die Texte in deinen Büchern ganz bestimmt ein zweites Mal lesen oder bist du neugierig auf unbekannte Geschichten? Hebe Bücher, wie Romane etc. nicht auf, wenn du sie schon kennst. In Zukunft kannst du dir lieber Bücher von deinen Freunden, deiner Familie oder der guten alten Bibliothek leihen. Natürlich sind auch digitale Bücher eine Alternative.

Dekoration und Kleinkram kann auch größtenteils weichen. Ich finde es beim Putzen sowas von nervig alles abzustauben, hochzuheben, wegzurücken. Wenn man davon nur noch die Hälfte hat, erleichtert das ungemein und es ist viel angenehmer durch einen ruhigen, aufgeräumten Raum zu blicken.

Ansonsten bleibt ganz allgemein die Frage, ob ich davon zu viel habe? Höre ich die ganzen CDs noch oder nutze ich meist eh nur noch Streamingdienste? Wie viele Bettbezüge brauche ich wirklich? Reichen nicht zwei kleine und zwei große Töpfe? Habe ich überhaupt Lust und Zeit, die Sachen zu nähen/basteln, wofür ich das ganze Material horte? Will ich in den Keller gehen und jedes Mal „Oh Gott..“ denken, wenn ich den ganzen Plunder erblicke, der dort vertstaubt? Muss ich das Teeservice von meiner Oma bis ans Ende meiner Tage einlagern, obwohl ich keiner Sau Tee serviere?

“Aber das hat mal so viel Geld gekostet“. Das mag sein, aber mache dir klar: das Geld bekommst du auch dann nicht zurück, wenn die Sachen noch 10 weitere Jahre in deinem Schrank vegetieren. Dafür kannst du daraus lernen und deine zukünftigen Käufe überlegter tätigen.

Verträge zu kündigen könnte dich auch interessieren, weil es da manchmal auch etwas auszumisten gibt und mn Geld sparen kann.

 

* Über diesen Link kannst Du dieses oder auch andere Produkte direkt bestellen. Für Dich bleibt der Preis gleich, wir dürfen uns aber über eine kleine Provision freuen.

Wenn du noch mehr Hilfe beim Ausmisten brauchst, kann ich dir dieses Buch von Marie Kondo empfeheln: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert*. Darin werden z.B. Falttechniken für Kleidung gezeigt, die unheimlich platzsparend sind und das ist für ein Leben im Wohnmobil sehr nützlich. Außerdem hilft es einem seine Sachen mit System auszumisten und nicht riesige Haufen voller Durcheinander anzurichten.

Hast du noch weitere Ideen oder eine Frage? Findest du manche Ratschläge besonders hilfreich oder sogar unsinnig? Lass es mich in deinem Kommentar wissen.

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