Schnipp schnapp- Auspuff ab!

Forno – Trentino

Wir machen uns auf den Weg in die Dolomiten, der Weg ist Wahnsinn, S. Pellegrino pass: 18% Steigung und landen in Forno, da ist eine Bar, dahinter ein Stellplatz mit vorzüglichem WLAN. Da ich kein Datenvolumen und Kristin keinen Handyvertrag mehr hat, ist das mittlerweile echt eine große Sache mit dem Internet. Sonst ist nix mit WhatsApp, am Blog arbeiten, Updates bei Instagram und Facebook posten…
Naja, es ist ruhig und wir haben Hunger. Das Restaurant des Ortes hat 4 Sterne, aber zu unserer unchristlichen Zeit (15:30) grad nix zu essen da. Stimmt, in Italien wird häufig erst abends gegessen. Macht bei der Hitze auch Sinn. Ich radel also die 2 km bergauf zum Supermarkt. Kurz bevor ich da bin beginnt es zu regnen. Mir geht es komisch, ich habe nicht gefrühstückt und generell fühle ich mich etwas klapprig auf den Beinen. Im Supermarkt besorge ich die benötigten Sachen und mache mich auf den Weg nach draußen. Es regnet mega krass.
Es sieht nicht so aus als würde sich das ändern, also düse ich durch den Regen. Ich bin klatschnass, die Autos sehr schnell und laut und nah und als ich ankomme ist Kristin schwer in Sorge und doch dann auch froh mich zu sehen. Wir essen und ich gönne mir danach eine Kopfschmerztablette. Ich liege nur rum, bin fertig von den Kopfschmerzen. Ich höre Hörbuch und nach ein-zwei Std geht es langsam besser.
Die Nacht ist ruhig, kühl und angenehm. Ruhe. Endlich.

San Cristoforo – Caldonazzosee

Ich bin mit dem Hund und wir entscheiden uns danach Richtung Caldonazzosee zu fahren. Da ist das Wetter besser. Der Platz ist klein und simpel, sauber und recht leer. Außerdem mit ADAC-Campingcard wieder mal Rabatt. Die Waschräume sind aus den 70gern aber gepflegt und orange. Die Auspuffgummis entscheiden sich beim auf den Platz fahren zu reißen. Da war wohl so ne Kante bzw. Führungsschiene von einem Rolltor. Wohnis Auspuff bzw. Endtopf hängt auch echt niedrig und ist hängen geblieben. Naja, wer lang hat, lässt lang hängen, sagt man ja. Wir krabbeln schnell und unbeeindruckt unters Auto (musste ja mal passieren) und befestigen das Gelöt notdürftig. Wir fahren erstmal zu unserem Platz und ich rufe den ADAC an. Die schicken nach zwei Std nen Abschlepper. Der Fahrer findet das unsere Notbefestigung „best“ ist und ich fahre einfach hinter ihm her zur Werkstatt.
Hier sitze ich seit ner Std und nix passiert. Bin mega verspannt und kaputt. Möchte essen und Bier trinken. Aber erstmal die Karre an einem Stück zurück bringen.
Der Auspuff mit Endschalldämpfer wird kurzerhand abgebaut und ich darf ohne heim fahren. Klingt genauso wie vorher. Kein Witz. Ich soll Montag zurück kommen, da haben sie dann neue Teile.
Wohni geparkt, ab ins Restaurant, Pizza essen.
Watt n tach.
Wir lungern ein bisschen rum, der Platz hat Internet, finden wir gut. Es wird gemalt, gebloggt und gerannt.
Das Wochenende bekommen wir gut rum, Samstags ist große Party am ganzen Seeufer, unser Campingplatz ist glücklicherweise Gastgeber der aftershow Party, die mit geschmackvoller Musik bis ca. 1:00 dauert.
Ja, ich gehe gern früh ins Bett, meistens wenn ich morgens früh laufen oder wandern möchte.
Montag Morgen schön gemeinsam gelaufen mit Hund, um zwei muss ich zur Werkstatt. Die (Schwieger-) Eltern haben sich angekündigt für den Tag, wollen so gegen zwei ankommen. Das Wohni muss noch in der Werkstatt bleiben und ich radel so lange zurück zum Campingplatz.
Als ich ankomme sind die Eltern gelandet, es gibt lecker Spritz in der Bar gegenüber und nach ein bisschen Geplauder mache ich mich wieder auf den Weg nach Levico Terme, um Wohni abzuholen.
200€ ärmer und mit geflicktem Endrohr düse ich wieder zurück zum Platz, es wird gegessen und getrunken und geredet und dann ab in die Heia. Herrlich.

Valcanover

Die Eltern möchten gerne auf einen anderen Platz, auf dem sie schonmal waren, da kann man direkt am See stehen. Der Platz ist wirklich schön. Nur erstmal dahin kommen. Also von unserem Campingplatz runter. Der hat ja diese Kante an der Einfahrt. Wir bauen also aus den Ausgleichskeilen* eine Rampe und eine Abfahrt und nach ein wenig Schweiß und Dieselabgasen in Papa’s Gesicht sind wir auch schon über die Kante.
Auf dem neuen Platz darfst du mit Hund nicht am Wasser stehen. Wir stehen also im oberen Bereich (auch günstiger) ohne Seeblick, dafür mit einer Bahnlinie neben meinem Kopf, wenn ich im Bett liege. Ja, der Campingplatz wird von einer Bahnstrecke geteilt. Klingt verrückter als es ist, ist nicht viel Verkehr, aber die erste Bahn um 5:20 ist mir dann doch ne Nummer zu früh.
Außerdem rufen die 3€/24h für Wifi auf und man kann sich mur mit einem Gerät einloggen. Haben wir gemacht, mit unserem Router * und in den haben wir dann unsere anderes 5 Geräte eingeloggt.
* Über diesen Link kannst Du dieses oder auch andere Produkte direkt bestellen. Für Dich bleibt der Preis gleich, wir dürfen uns aber über eine kleine Provision freuen.

Passo Di Lavaze

Nach ein paar Tagen auf dem Campingplatz machen sich die Eltern auf den Weg weiter in Richtung Norden, wir bleiben noch eine Nacht, da wir noch gar nicht wissen, wohin es als nächstes gehen soll.

Wir entscheiden uns für einen Platz am Lavazejoch und sind absolut begeistert als wir ankommen.

Der Platz liegt auf ca 1800m Höhe, ist sehr neu, absolute Wahnsinnsaussicht auf die Latemargruppe und alles was da sonst noch so ist. Es ist ruhig, eine Almhütte auf der anderen Straßenseite serviert klassische, regionale Küche (polenta und co) und es ist von Vorteil ein bisschen Italienisch zu sprechen. Sowohl alle Schilder am Stellplatz, als auch die Bedienung in der Alm sind ausschließlich italienisch unterwegs. Ist ja auch Italien hier. Macht ja Sinn. Auf jeden Fall ist alles toll und wir möchten für immer hier wohnen bitte. Danke.

 

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