Felix allein zu Haus´

Venedig

Der nächste Morgen ist entspannt. Es riecht nach Jasmin, wie an so vielen Orten in Italien, es gibt Ciabatta und wir machen uns auf den Weg nach Venedig. Die Stadt hat es Kristin angetan und wir haben einen Stellplatz direkt an der Brücke die in die Lagune führt.
Da wir nur 48 Std auf dem Stellplatz stehen dürfen, machen wir uns nach der Ankunft gleich auf nach Venedig. Es gibt eine Bushaltestelle, die zu Fuß ca 10 min entfernt ist. Es fahren regelmäßig Trams und Busse nach Venedig. Die Tickets gibt es in einer Bar auf der anderen Seite der Sraße und kosten 1,30€ pro Person. Tickets muss man vorher kaufen, an der Haltestelle (San Giuliano) gibt es keine.
In Venedig selbst profitieren wir von Kristin’s Ortskenntnis. Wir kaufen uns zwei 24h Tickets für Bus und Boot und fallen in den erstbesten Bootsbus, der nicht überfüllt ist. Nach ca. 30 min Fahrt kommen wir in einer Ecke an, die nicht ganz so überfüllt ist und trotzdem einige Restaurants bietet. Es sind einige direkt am Wasser, doch natürlich zieht uns das kleine selbstgemalte Schild in eine Seitengasse und ein gemütliches Restaurant.
Das Essen ist gut und nicht zu teuer. Eigentlich sogar recht günstig.
Weiter geht es durch die Stadt, Kirchen anschauen, Gassen entdecken, von hier nach da mit Booten und zu Fuß zurück. Einfach eine traumhafte Stadt. Doch wir sind irgendwann zu geschafft, der Tag war lang. Finley wartet im Wohnmobil (natürlich im Schatten und mit Durchzug) auf uns.
Wir landen auf dem Stellplatz, Finley freut sich kurz. Dann fängt ein Gewitter an und er verkriecht sich in seinem neuen Safe-Place, der Fahrerkabine. Vorzugsweise auf dem Fahrersitz.
Ich weiß gar icht, ob es Abendbrot gab, auf jeden Fall zügig ab im Bett. Geschlafen hab ich nicht besonders, das Industriegebiet nebenan schläft nicht. Hier werden um 1:00 morgens die Mülltonnen geleert und um 4:00 wird getestet, ob auch alle Piepser funktionieren, wenn die LKW rückwärts fahren. Sie funktionieren alle.

Das bißchen Haushalt 

Naja, nicht so schlimm. Ich hab heute Hausmann-Tag, Kristin möchte noch einen Tag in Ruhe durch Venedig streunen ohne ihren gestressten Mann dabei. Ich wasche Wäsche, hänge sie auf, heute wird natürlich auch auf dem gesamten Stellplatz Rasen gemäht und alle Womos müssen Tagsüber die Rasenflächen verlassen. Wir stehen also schön auf Asphalt in der Sonne und gucken der Wäsche beim trocknen zu.
Rasen gemäht, ich zurück auf den Platz. Zwischendurch mal mit dem Hund raus, wollte eigentlich mit dem Rad rüber auf die Lagune. Doch es zieht wieder Gewitter auf und es gibt sicher schönere Orte bei Gewitter als eine Brücke nach Venedig. Finley sagt zwar nichts, doch scheint auch froh, nicht allein zu sein.
Ich koche Bierteigpizza mit Tomatensauce und Gemüse drauf und bin fertig, als die Frau nach Hause kommt.
Lecker.
Die Nacht unterscheidet sich nicht großartig von der vorherigen. Nur das unsere Nachbarn noch dazu kommen, die bis 2:00 mit Flutlicht vorm Wohnmobil sitzen und schreien. Ich rege mich nicht auf, kann aber trotzdem nicht schlafen.
Auf unserem Stellplatz darf man nur 48h stehen, Kristin hätte locker noch nen Tag Venedig dranhängen können. Ich wäre auch nochmal hin, finde es aber auch nicht mega schlimm dass wir weiter fahren.

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