Kroatien

Unser erster Stop in Kroatien war auf einem Stellplatz in Selina. Der war klasse, aber ringsherum gab es nichts außer ein Kaff, in dem du alle drei Meter lang von allen möglichen Hundis angekläfft wirst. Bei so manchen habe ich Stoßgebete abgeschickt, dass ihre Kette halten möge. So sind wir am nächsten Morgen noch nach Poreč gefahren, weil wir dachten, wir müssten uns mal ein Städtchen ansehen… tja, wir sind da wohl irgendwie immun. Ja, es gibt eine schöne Altstadt, aber die ist eben auch überrannt, voller Billigwarenläden und du wirst ständig von Verkäufern/Kellnern angeschwatzt. Das ist nicht unser Business und wir sind dann schnell wieder verschwunden.

 

Allgemeines und Tipps für Kroatien

  • Besonders, wenn du mit dem Wohnmobil unterwegs bist, lohnt es sich wirklich online nach Angeboten auf Campingplätzen zu suchen
  • z.B. mit der ADAC-Campcard kannst du eine Menge Geld sparen, weil Stellplätze hier insgesamt recht teuer sind
  • unbedingt seeigelfeste Wasserschuhe kaufen oder mitbringen, stellenweise sitzen die kleinen Stacheltiere hier zu Hunderten zusammen.
  • Schnorchelausrüstung ist ein Muss, das Wasser in Kroatien ist sowas von glasklar
  • die Währung ist Kuna. 1€= ca. 7Kn

 

Kap Kamenjak

Ab nach Premantura auf einen Campingplatz, den wir über ein Onlineangebot(Arena Camping) verhältnismäßig günstig buchen konnten. Stellplätze und Camping ist in Kroatien echt kein Schnäppchen. Überhaupt brauchst du nicht denken, dass es hier günstiger ist, als daheim.

Wir konnten das Naturschutzgebiet Kamenjak zu Fuß erreichen. Dort ist es wirklich schön. Du kannst so gut wie überall runter ans Meer und alle Nase lang gibt es schöne Buchten. Wer will, kann gegen Gebühr auch mit dem Auto rein und es ist für jeden etwas dabei. Ob einsam in einer versteckten Nische oder in der Safari Bar, du findest bestimmt einen Ort, der dir gefällt. Die Safari Bar hat viele Spielplätze, ganz verstreute, einzelne und schattige Plätze, sowie Zugang zum Meer. Wenn du mit den Kids unterwegs bist, ist das wirklich prima.

Wer eher wandern und baden will, nimmt sich bitte ausreichend Trinkwasser mit. Sofern du nicht direkt an einer der Bars abhängst und viel Geld für Getränke verballern willst. Das Gebiet ist zum Ufer hin gut bewaldet, aber sei gewarnt, die Sonne knallt erbarmungslos! Egal, wohin ihr geht, nehmt euch anständiges Schnorchelzeug mit, es lohnt sich. Wir sind um sieben morgens hin und die Fische sind wunderbar und das Wasser glasklar! Außerdem ist es noch schattig und nicht zu warm.

Tipp: Wenn du die 66 Richtung Rijeka hochfährst, kommst du direkt an der Küste entlang durch ein paar schöne Städtchen und vorbei an tollen Minibuchten.

 

Plitvičer Seen- wo, wie viel und wann

OH. MEIN. GOTT. Wie geil ist das bitte hier? Bin ich im Paradies oder was? Unglaublich schön! Wir haben gestern Abend die Lage gecheckt. Wir sind bei Eingang 2 rein und haben pro Nase 150 Kuna(20€) bezahlt. Es gibt diverse Routen, die du laufen kannst und bei Eingang 2 bist du quasi in der goldenen Mitte. Geöffnet wird um 7h und dann solltest du da sein, wenn du nicht über den Haufen gerannt werden möchtest. Eingang 1 liegt am nördlichsten und am tiefsten.

Es gibt eine Fähre, die innerhalb von wenigen Minuten von Uferseite zu Uferseite fährt und eine Linie, die ca. 20 min. unterwegs ist Richtung „Big Waterfall„. Die Kleine fährt ab 7h, die große ab 8h. Wir sind um 7h mit der kleinen rüber und dann nach Süden flussaufwärts gegangen. Das war die richtige Entscheidung. Meine Amateurfotos geben nicht annähernd wieder, wie schön dort alles ist. Flussabwärts Richtung Norden sind ebenso viele Wasserfälle, die Seen, aber größer und tiefer. Den 30 m hohen Wasserfall fanden wir nicht so schön, wie all die kleinen verschachtelten Becken und Pfade.

So ist es bei den Seen

Um sieben Uhr morgens kannst du wenigstens ca. 2 h Stille und Frieden haben und über die Holzstege durch die unzähligen Wasserfälle wandern. Du wirst von wunderschönen Libellen umschwärmt, das Wasser ist so klar, dass du es nicht glauben kannst. Du siehst viele verschiedene Fische in allen Größen. An den Ufern liegen einige tote Bäume uns Äste im Wasser und bilden Städte für die Fische. Die Pflanzen sind schön und du bekommst ein Gefühl von Tropen und Urwald. Im Sprühnebel der Wasserfälle tanzen Regenbögen, Vögel mit gelben Bäuchen singen in den Bäumen und Frösche quaken ein Konzert. Dieser Ort ist wunderbar!

Ab ca. 9h wird es langsam voll. Du kommst kaum noch aneinander vorbei, weil jeder breitbeinig mitten auf den Stegen steht und Fotos macht. Zig Leute werden wie die Schafherden über die Stege getrieben, die sich in Autobahnen verwandeln. Ein Reisebus nach dem anderen kotzt den nächsten Schwall Menschen auf die Straße. Die Touri-Hölle bricht los. Nun, ja. Du musst ab diesem Moment imaginär eine Seifenblase um dich bilden und dir denken: ich fahre in einem Boot einen Fluss entlang. All diese Menschen sind wie Äste über oder Steine im Wasser. Ich weiche ihnen aus und denke mir nichts dabei. Sie sind einfach da. Warum sollte ich mich darüber ärgern?

Fazit

Ok, ich hasse es, wenn zu viele Leute da sind. Aber all die anderen haben das gleiche Recht da zu sein, wie ich. Ich würde aber lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich traurig wäre, wenn die alle einfach zu Hause geblieben wären.

Aber unterm Strich würde ich dir empfehlen herzukommen und es dir anzusehen. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch trotz der vielen Leute.Wir haben da mal ein Video für dich vorbereitet.

Unser Stellplatz hier ist im Übrigen voll kuhl. Von hier aus sind es noch ca. 3,5 km bis zum Eingang 2.

 

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